Hier erklären wir grundlegende Hinweise, die für das Fotografieren von Flugzeugen von Bedeutung sind.

  • Kamera, Objektiv
  • Standort
  • Erste Fotos
Eigentlich alle professionellen Spotter verwenden Digitale Spiegelreflexkameras.
Eigentlich alle professionellen Spotter verwenden Digitale Spiegelreflexkameras.

Wichtigstes Gerät beim Spotten ist - ganz klar: Die Kamera. Welche Marke man hierbei verwendet ist eigentlich egal, jedoch sind unserer Meinung nur digitale Spiegelreflexkameras wirklich gut zum Spotten geeignet. Das liegt daran, dass diese Art von Kamera die beste Qualität (Technische Möglichkeiten, Schärfe, Farben, Kontrast,...) bietet. Diese Kameras sind zwar etwas teurer als beispielsweise Kompaktkameras oder Superzoomkameras, aber sie können eben auch mehr.

 

Dabei ist ein Teil der Kamera sehr wichtig: Das Objektiv. Beim Spotten werden häufig Tele-Objektive mit Brennweiten ab 200mm verwendet, da diese einen hoch-qualitativen optischen Zoom bieten und dieser bei der Flugzeugfotografie wichtig ist - denn öfter sind die Flugzeuge ein Stückchen entfernt und sollen trotzdem scharf abgebildet werden.

 

Die weiteren Fähigkeiten der Kamera erklären wir im nächsten Kapitel.

 

Wichtig zum Spotten ist auch der Standort des Fotografen. Denn der Standort bestimmt die Sicht auf die Flugzeuge, den Aufnahmewinkel und die Qualität des Bildes. In erster Linie agieren Planespotter ja direkt am Flughafen. Also muss man damit rechnen, dass die besten Spotterplätze um das Flughafengelände herum liegen.

 

Bei der Wahl des Standortes sollte man auf folgende Punkte achten:

 

  • Die Sichtbarkeit und Entfernung der Flugzeuge vom Standort aus. Man kann zum Beispiel ziemlich nah am Zaun stehen und sieht trotzdem nichts von den Fliegern. Als vorteilhaft haben sich erhöhte Positionen parallel zu den Runways erwiesen, natürlich ist jeder Standort möglich, aber nicht immer vorteilhaft. Hierbei muss man auch auf die Zoom-Fähigkeiten seiner Kamera+Objektiv Bezug nehmen, denn es kann sein, dass die Flieger vom Standort sehr weit entfernt sind.
  • Zäune, Bäume, Hügel und andere Gegebenheiten bestimmen auch, in wie weit ein Standort am Flughafen zum Spotten geeignet ist. Um jeden Flughafen sind z. T. recht hohe Zäune, die sollte man auf Fotos vermeiden. Durch den Zaun fotografieren ist ebenfalls nicht die Lösung. Degegen helfen Leitern, Bäume, errichtete Hochstände, Bänke und auch Hügel etc. - alles was sich zum sicheren Erhöhen der eigenen Position eignet, um so über den Zaun fotografieren zu können. Beachten muss man auch, dass Bäume eventuell die Sicht zu den Flugzeugen einschränken können.
  • Die Licht- und Wetterverhältnisse. Hierbei kommt es primär um den Sonnenstand an. So sollte man Gegenlichtaufnahmen vermeiden, aber auch bei hohem Sonnenstand, besonders um die Mittagszeit, kann das Flugzeug an einigen Stellen überbelichtet sein. Bei Dämmerung sollte man sich aber mit den Fähigkeiten der Kamera auskennen, da das Licht "fehlt". Besonders Sonnenaufgang, -untergang sowie farblich interessanten Wolken, etc. verleihen den Bildern jedoch eine gewisse Atmosphäre. Es gibt ja genug Gut-Wetter-Spotter, aber es ist auch interessant bei Regen zu spotten. Immer die Augen offen für Interessantes, Außergewöhnliches,... halten. Beachten muss man besonders im Sommer die Rückstrählung der Wärme auf dem Asphalt (Hitzeflimmern) - dadurch werden die Bilder sehr leicht verschwommen.

Für das Foto vom Flugzeug gilt, wie für vieles andere in der Fotografie: vieles ist richtig. Dennoch sollten auch hier folgende Punkte beachtet werden, die die technische und kreative Qualität eines Fotos kennzeichnen:

 

  • Eine formatfüllende Aufnahme ist wichtig für gute Fotos. Dabei sieht es in der Regel gut aus, wenn das Objekt mittig abgebildet ist. Muss aber wie gesagt nicht sein. Allerdings sollten keine Teile des Flugzeuges abgeschnitten sein. Ausnahmen sind Nahaufnahmen von Teilen des Flugzeuges ("Close-Ups"). Zuschnitte sowie weniger formatfüllende Aufnahmen (z. B. um spektakuläre Sonnenaufgänge mit aufs Bild zu nehmen) sind auch dann in Ordnung, wenn der optische Gesamteindruck stimmt.

An diesem Beispiel sieht man: das Objekt (streng genommen die erste B777F von FedEx) ist weder vollständig zu sehen, noch ist es mittig platziert. Dennoch wirkt das Foto stimmig.

 

Was gar nicht geht, ist wenn Teile des Flugzeuges anscheinend "abgeschnitten" sind. Das sollte man soweit wie möglich verhindern. Ausnahmen davon sind wie gesagt "Close-Ups".

 

Außerdem:

 

  • Ein gerader Horizont - es sieht einfach blöd aus, wenn das Bild "schief" ist.
  • Wie schon oben gesagt: die Belichtung des Flugzeuges. Man sollte hierbei möglichst Gegenlichtaufnahmen vermeiden, erst recht, wenn man sich noch nicht so gut mit der Technik der Kamera auskennt.

 

 

Hat man die oben stehenden Punkte beachtet, dann steht dem ersten guten Flugzeugfoto nichts mehr im Weg. Die Devise lautet: Ausprobieren und Üben.

 

Im nächsten Kapitel widmen wir uns der Technik der digitalen Spiegelreflexkamera - besonders den Begriffen Blende, Belichtungszeit, ISO-Wert und ihrer Anwendung.

Leider gibt es das nächste Kapitel erst in Kürze.

© AD spotter by Dennis Teichmann und Alexander Wehnert, 2011-2014.